Die Pflegereform 2021

Seit Jahren versprochen - jetzt soll sie endlich kommen. Die neue Pflegereform. Und zwar Anfang 2021, noch vor der nächsten Bundestagswahl.

Wenn man Gesundheitsminister Jens Spahn von der CDU glauben darf, ist die Pflegereform bald Realität. Über eine solche Reform wird nämlich schon lange geredet. Worum geht es dabei genau? Wir bringen mal etwas Licht ins Dunkel…

Eigentlich hatte Jens Spahn eine Finanzreform für die Pflege schon für diesen Sommer versprochen. Dann kam Corona. Aber gerade dadurch wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig die Pflege ist (Stichwort “systemrelevant”) und vor allem, dass sich endlich etwas ändern muss. Corona-Prämien für Pflegekräfte sind zwar ganz schön, reichen aber als Dauerlösung nicht aus. 

Mehr von allem für weniger Geld

Vor allem - und wie so häufig in der Pflege - geht es um die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften. So soll zum Beispiel eine bessere Personalausstattung in der stationären Pflege und die bessere tarifliche Bezahlung her. Auf die Frage, woher das Geld dafür kommen soll, hat Gesundheitsminister Spahn auch eine Antwort. Die einzelnen Bundesländer sollen demnach stärker in die Pflicht genommen werden.

Um die Pflegereform umsetzen zu können, schlagen Experten einen Plan mit mehreren Stufen über mehrere Jahre hinweg vor. Mit verschiedenen Finanzierungsmodellen, Eigenanteilen, Deckelungen und anderen Fördermaßnahmen, soll dieser Plan Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Jeder ist gleich - oder?

Obwohl wir in Deutschland eine bundesweite, einheitliche Pflegeversicherung haben, gibt es leider trotzdem enorme Unterschiede, sowohl bei der Versorgung als auch bei den Preisen. Aktuell weichen die Preise für einen Heimplatz um fast 1.000 Euro von einander ab, vergleicht man zum Beispiel das teuerste (Nordrhein-Westfalen) und das günstigste (Sachsen-Anhalt) Bundesland miteinander. Dazu kommt noch, dass insgesamt 36 Prozent - das ist jede/r Dritte! - aller pflegebedürftigen Heimbewohner in Deutschland auf Sozialhilfe angewiesen sind, weil sie die Kosten für ein Heim nicht alleine stemmen können. Damit sich hier etwas ändert, muss die Politik aktiv werden und dafür sorgen, dass der Eigenanteil für Bewohner- und Bewohnerinnen überall gleich hoch ist. 

Pflege geht uns alle an

Pflege schein ein Thema zu sein, das einen Großteil der Menschen nicht interessiert. Warum auch, wenn man noch jung ist? Was interessiert es da, wie es in 30, 40 oder 50 Jahren aussieht? Ist ja schließlich noch genug Zeit bis dahin. Was viele dabei aber vergessen: Das Thema Pflege geht uns alle an. Es kann die Eltern treffen, klar. Es kann aber auch ein junger Mensch mit Mitte 20 durch einen Unfall pflegebedürftig werden. Auch der böse Begriff “demografischer Wandel”, den sich keiner mehr traut in den Mund zu nehmen, weil es sich dabei seit Jahren um ein irgendwie lästig gewordenes Thema handelt, spielt er in der Pflege eine bedeutende Rolle. All die freien oder neuen Stellen in der Pflege, die geschaffen werden sollen, müssen schließlich auch besetzt werden. 

Aber wie soll das gehen, wenn keine jungen Leute mehr nachkommen und der Pflegeberuf von vielen als nicht besonders attraktiv angesehen wird? Die Lösung scheint so einfach und doch von Seiten der Politik so schwer umsetzbar zu sein. Bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und eine Ausbildungskampagne, die mit Charme und Gefühl erklärt, warum es sich lohnt, in der Pflege zu arbeiten. Allerdings dürfen das dann auch keine leeren Versprechen sein!

Obwohl die Corona-Krise dieses Jahr alle anderen Probleme in den Schatten gestellt hat, bleibt zumindest zu hoffen, dass sie dazu beiträgt, die Politik wachzurütteln. Damit endlich weniger geredet und mehr getan wird. Und damit der Pflegeberuf endlich die Anerkennung bekommt, die er verdient.

Wenn man Gesundheitsminister Jens Spahn von der CDU glauben darf, ist die Pflegereform bald Realität. Über eine solche Reform wird nämlich schon lange geredet. Worum geht es dabei genau? Wir bringen mal etwas Licht ins Dunkel…

Eigentlich hatte Jens Spahn eine Finanzreform für die Pflege schon für diesen Sommer versprochen. Dann kam Corona. Aber gerade dadurch wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig die Pflege ist (Stichwort “systemrelevant”) und vor allem, dass sich endlich etwas ändern muss. Corona-Prämien für Pflegekräfte sind zwar ganz schön, reichen aber als Dauerlösung nicht aus. 

 

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