Altenpflege zahlt sich aus

Wir haben super Neuigkeiten! Die Altenpfleger (m/w/d) verdienen mehr!

Wir haben super Neuigkeiten! Laut den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, hat das Medianentgelt (das mittlere Einkommen) von sozialversicherungspflichtig-beschäftigten Altenpflegekräften im Jahr 2019 die Marke von 3.000 Euro geknackt. “Median” bedeutet, dass die Anzahl der Arbeitnehmer, die mehr verdienen, genauso groß ist, wie die, die weniger als die “Mediansumme” verdienen. Innerhalb von einem Jahr ist ist diese Grenze von 2.877 Euro (2018) auf 3.032 Euro (2019) im Monat gestiegen. Das sind rund 5,39 Prozent! 

Wie wir das finden? Toll! Schaut man sich nämlich alle anderen Branchen an, beträgt der Anstieg im Durchschnitt nur 2,94 Prozent. Das war aber keine einmalige Sache. Die Entwicklung der letzten fünf Jahre - von 2015 bis 2019 - hat gezeigt, dass der Median für Altenpflegekräfte in diesem Zeitraum um 18,58 Prozent gestiegen ist. Nochmal im Vergleich dazu: Für alle anderen Beschäftigten in Deutschland liegt diese. Zahl deutlich darunter, nämlich bei 10,28 Prozent. 

Faktoren hierfür? 

Wir nehmen an, dass einige Pflegekräfte in die Zeitarbeit gewechselt sind und hier seither bessere Konditionen erhalten. Letztendlich führte das auch in Heimen und Einrichtungen zu Gehaltsmöglichkeiten für Fachkräfte in der Pflege, die es vorher so nicht gab. 

Wir müssen reden! 

Und zwar über Geld. Ein Thema, dass wir Deutschen grundsätzlich lieber umschiffen. Dabei ist es wichtig, darüber Bescheid zu wissen, wie viel einem zusteht. Zum Beispiel dann, wenn es um Gehaltsverhandlungen mit dem neuen Chef oder um die Entscheidung für oder gegen einen neuen Arbeitsplatz geht. Um Arbeitnehmern den Weg durch den Gehalts-Dschungel leichter zu machen, gibt es den Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. 

Die Fülle an Daten, anhand derer die Suchmaschine ihre Informationen ausspuckt, ist umfassend und basiert auf statistischen Daten der Sozialversicherung. Diese Fülle an Daten macht es möglich, sehr detailliert zu filtern. Zum Beispiel nach Branche, Bundesland, Alter oder Geschlecht. 

Filtert man nach diesen Daten im Bereich Altenpflege, werden auch hier Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern deutlich. So war der Spitzenreiter bei den Löhnen im Jahr 2019 erneut Baden-Württemberg. Das Medianentgelt einer Altenpflegekraft liegt dort bei 3.326 Euro. Das Gehalts-Schlusslicht sind Sachsen-Anhalt mit 2.532 und Sachsen mit 2.557 Euro. Allerdings haben die Löhne dort in den letzten fünf Jahren aufgeholt, nämlich um mehr als ein Drittel (34,75 Prozent) in Sachsen-Anhalt und um fast ein Drittel (31,20 Prozent) in Sachsen.

Wir wollen mehr!

Trotzdem gibt es aber auch eine Schattenseite. Der Median in der Pflege steigt zwar deutlich an, er liegt aber immer noch unter dem der meisten anderen Branchen. Das Medianentgelt für alle Branchen im Jahr 2019 lag bei 3.401 Euro. Bessere und verlässliche Arbeitszeiten und mehr Verantwortung. Aber natürlich auch mehr Geld. Auch ein Pflegebonus, wie es ihn in diesem Jahr wegen der Corona Pandemie für einige Pflegekräfte gibt, ändert daran wenig. Damit die systemrelevanten Berufe mehr bekommen, als einen einmaligen Bonus und abendlichen Applaus, fordern Fachverbände und Pflegekammern unter anderem 4000 Euro als Einstiegsgehalt für Pflegefachkräfte. 

Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen, was wir schon lange wissen: Pflege zahlt sich aus. Keine andere Branche kann einen so hohen Anstieg des Gehalts verzeichnen, wie die Pflege. Dass die Arbeit in der Pflegebranche ein Beruf mit Zukunft ist, müssen wir ja wahrscheinlich nicht nochmal erwähnen. Umso besser also, dass sich das auch in den Gehaltszahlen widerspiegelt. 

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